Nicht nur in der Pflanzenwelt, auch in der Tierwelt gibt es besonderes auf La Palma. Die auffälligsten Vögel sind die Alpenkrähen (Pyrrhocorax pyrrhocorax), allein schon wegen ihrer Größe, aber auch durch ihre Vorliebe, in großen Gruppen im Wind zu spielen. Leider ist die Population durch Landwirtschaft, Besiedelung, Einsatz von Gift und Jagd stark zurückgegangen. Die freilebenden Kanarienvögel mit dem richtigen Namen Kanariengirlitz (Serinus canaria canaria) sind nicht so knallgelb wie ihre gezüchteten Kollegen im Käfig, im Frühjahr und in Gruppen jedoch ebenfalls sehr gesangsfreudig.
Etwa ebenso häufig wie der Kanarienvogel ist der Kanarenzilpzalp (Phylloscopus canariensis) vertreten. Sein markanter Ruf begleitet den Wanderer, besonders im Frühjahr. Die Spanier nennen ihn mosquitero, weil er gerne Mücken und Fliegen aus der Luft fängt.
Nicht zu übersehen sind die
Eidechsen.
Eidechsenmann.
Den Bauern werden sie zur Plage, und die Touristen in den Ferienhäusern füttern sie; dann sind sie bald handzahm. Nicht so die überwiegend nachtaktiven
Geckos,
Gecko.
die dafür sorgen, dass die Mücken und Fliegen nicht überhand nehmen. Sie sind die guten Geister der nicht vergifteten Häuser, und wie alle guten Geister sehr scheu.
Der wohl schönste und auffallendste Tagfalter auf La Palma ist der kleine oder afrikanische Monarch, Danaus chrysippus. Sein sicherer und exakter Flug lässt alles flatterhafte anderer Schmetterlinge vergessen. Er ist leicht zu verwechseln mit Danaus plexippus. Dieser klassische Wanderfalter ist zwischen Nord- und Mittelamerika unterwegs, wird in manchen Jahren über den Atlantik verdriftet und taucht so auch hier auf La Palma auf.
Das einzige giftige Tier auf La Palma ist der
Hundertfüßler,
Hundertfüßler
scheu und nur nachts aktiv, und so selten, dass kaum jemand weiß, wie er aussieht. Der Wanderer kann sich also getrost am Wegrand niederlassen, ohne um seine Gesundheit zu fürchten.
Auch giftig, aber dabei eher harmlos ist die
Tigerspinne,
Tigerspinne
auch Wespenspinne oder Zebraspinne genannt. Nur an sehr dünnen Stellen kann ihr Gift die menschliche Haut durchdringen, die Wirkung ist ähnlich wie beim Bienenstich. Nur die Angst einiger besonders vorsichtiger Menschen macht sie gefährlich.
Die wirklich Großen übersehen die Kleinen keineswegs
Carl Sandburg
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