La Palma hat viele Gesichter. Der nördliche Teil ist erst seit wenigen Jahren gut erschlossen und hat deshalb viel vom ursprünglichen Charakter bewahren können. Kleine entlegene und fast menschenleere Dörfer, verlassene Höfe, traditionelle Landwirtschaft und unbändig wucherndes Grün bestimmen das Landschaftsbild. Der Passatwind drückt die Wolken gegen den Nordosten des Eilands und sorgt so für Niederschläge, weit mehr als auf der übrigen Insel. Zugleich ist dies der geologisch älteste Teil von La Palma. Der überaus fruchtbare Boden in den mittleren Höhenlagen ist zumeist dicht bewachsen mit Baumheide, Lorbeerwald und
kanarischer Kiefer.
Kanarische Kiefern.
Eine weite Landschaft, ideal für ausgedehnte Wanderungen. Aber bringen Sie Zeit mit!
Die wohl schönsten Strecken des Küstenwanderwegs rund um die Insel findet man hier, zwischen Santo Domingo de Garafia und Barlovento . Die kleinen Ortschaften dazwischen kann man mit dem Auto erreichen und diesen Weg in Abschnitten erkunden. Nur nach El Mudo , dem letzten Dorf auf den kanarischen Inseln ohne Straßenanbindung, kommt man nicht mit normalem PKW.
Die verstreuten Weiler sind mit uralten Wegen miteinander verbunden. Diese Wege haben meist noch ihren alten Charakter bewahren können, da sie noch immer für den Viehtrieb verwendet werden und selten durch den Straßenbau zerstört wurden. Auf ihnen gibt es viele kleine Geheimnisse zu entdecken.
Wer Interesse an der vorspanischen Inselgeschichte und ihren Spuren hat, sollte einen Besuch im Kulturpark
La Zarza/La Zarcita
nicht versäumen. Die dortigen
Felsmalereien
Petroglyphen in der Zarza.
(Petroglyphen) der Guanchen wurden erst 1941 wiederentdeckt und sind die wohl spektakulärsten der ganzen Insel.
Die Erde gehört nicht dem Menschen,
der Mensch gehört der Erde
Indianerhäuptling Seattle
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