Geografie und Infrastruktur

Die Gemeindefläche von Puntagorda umfasst 28 km². Die Ge­mein­de­gren­zen sind natürliche Landschaftshindernisse: das Meer im Westen, der Barranco de Izcagua Barranco de Izcagua
Barranco de Izcagua
im Norden, der Barranco de Garome Barranco de Garome
Barranco de Garome
im Süden und der Kraterrand der Caldera de Taburiente im Osten. Die Barrancos, tiefe und unwegsame Erosionstäler mit wenigen Passagen, geben dem Norden der Insel ihre charakteristische Struktur. Sie beginnen auf einer Höhe von etwa 2.200 m und erreichen die Küste nach nur etwas mehr als 12 km.

Die bis zu 300 Meter hohe Steilküste Steilküste
Weg in der Steilküste.
mit wenigen Zugängen zum Meer ist ebenso spektakulär und hat eine Länge von knapp 9 km. Die Küstenregion ist Naturschutzgebiet und Teil des Monumento Natural de la Costa de Hiscaguán. Damit nicht genug, ist der höchste Berg der Gemeinde, der Roque Chico, „kleiner Berg“, 2.368 Meter hoch und nur 11 km von der Küste entfernt.

Der Ort Puntagorda liegt weit verstreut im mittleren Teil des Ge­mein­de­ge­bie­tes auf einer Höhe zwischen 600 und 800 m. Ortsteile sind El Roque, Fagundo, El Pino (oder El Pueblo), und El Pinar. Oberhalb bis etwa 1.100 m folgt ein Waldgürtel, dann Weinberge bis auf 1.400 m. Ein weiterer Wald reicht bis zur Baumgrenze auf 2.000 m, Buschwerk und Ginster bedecken die höherliegenden Flächen.

Der Gemeindewald El Fayal beim Barranco Izcagua am nördlichen Ortsende ist Naherholungsgebiet. Hier gibt es Wanderwege (einen der wenigen be­hin­der­ten­ge­rechten der Insel, www.tourmac.info/de/senderismo), Grillplätze, einen Sportplatz und viel Natur. Am Fuße des Waldes befindet sich der Mercadillo, die Markthalle von Puntagorda. Öffnungszeiten: jeden Samstag 15:00 - 19:00 Uhr, jeden Sonntag 11:00 - 15:00 Uhr.

Das Freibad im Ortsteil El Roque, der Kindergarten, die Schulen mit allen Stufen bis zum Abiturabschluss sind Einrichtungen, die auch von den Bürgen der Nachbargemeinden gerne genutzt werden. Von der Apotheke bis zum Landhandel sind alle wichtigen Läden vertreten, und es gibt mehrere Restaurants. Auch die entlegenen Ortsteile sind gut erschlossen.

Der Hafen von Puntagorda, El Puerto, ist eine Ansammlung von Häusern und Höhlen bei einer felsigen Bucht. Im Sommer bei ruhiger See ist er Badeplatz und Sommerfrische der Puntagorderos sowie Ankerplatz für die Fischerboote, im Winter Angelstelle bei ruhiger See. Am bequemsten fährt man mit dem Auto bis fast hinunter, die letzten 200 Stufen geht man dann zu Fuß.

Man kann aber auch den alten und jetzt sogar gekennzeichneten traditionellen Weg nehmen, er beginnt am Rathaus und führt über Fagundo hinunter, durch die karge Küstenzone mit den typischen einheimischen Pflanzen. Tierras de Breñosa heisst die Landschaft hier, «Steiniges Land». Hier ist die Luft geschwängert vom Duft des Wermuts, weil der Boden kalkhaltig ist, und je weiter man absteigt, um so abenteuerlicher wird es. Der Weg folgt dem Rand der Klippe, mit Blick auf die bizarr vom Wind geformten Felsen. Windgewaschene Felsen
Windgewaschene Felsen.
Vom Rathaus bis zum Meer sind allerdings 720 Höhenmeter zu überwinden.

 Blick über den Ort Puntagorda.
Blick über den Ort Puntagorda.
 Im Ortsteil El Pinar.
Im Ortsteil El Pinar.
 Der schiefe Drachenbaum in Puntagorda.
Der schiefe Drachenbaum in Puntagorda.
 Der Hafen von Puntagorda.
Der Hafen von Puntagorda.
 Abendstimmung an der Küste.
Abendstimmung an der Küste.

Man wird alt, wenn man spürt,
dass die Neugierde nachlässt

André Siegfried

 
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